Termin: 01.02.2012
VDJ verleiht "Heinrich-Heine-Journalismuspreis"
Förderung des journalistischen Nachwuchses - Preisverleihung erfolgt

Träger des Heinrich-Heine-Journalistenpreises (v. l.): Rebekka Merholz (Preisträgerin Bachelorarbeit) und Philipp Henn, Friederike von Vincke und Soshana Schnippenkoetter (Preisträger Masterarbeit) - Fotos: Roland Scheidemann

Stellte die Arbeiten der Preisträger und den neuen Preis vor: VDJ-Vorsitzender Christof Rose

Großes Auditorium für die Preisübergabe: Henkel-Saal in der Heine-Uni

Bachelor-Preisträgerin: Rebekka Merholz nahm die Urkunde unddas Preisgeld mit Stolz entgegen

Feier im Foyer des Dekanats: Die Preisträger mit Ursula Posny und Christof Rose vom VDJ-Vorstand
Der Verein Düsseldorfer Journalisten (VDJ) hat vier Studierende der Universität Düsseldorf für ihre Arbeiten zur Journalismusforschung mit dem Heinrich-Heine-Journalismuspreis ausgezeichnet. Friederike von Vincke (Köln), Shoshana Schnippenkoetter und Philipp Henn (beide Düsseldorf) sowie Rebekka Merholz aus Solingen hatten die Jury durch ihre herausragenden Arbeiten überzeugt.
VDJ-Vorsitzender Christof Rose überreichte die erstmals verliehene Ausszeichnung am 30. Januar 2012 vor mehr als 600 Teilnehmern im Rahmen der Examensfeier der Philosophischen Fakultät in Düsseldorf.
Forschung zu Medienberichterstattung und Berufsrolle
Der Preis für die beste Master-Studienarbeit ging an das Team Schnippenkoetter (25), von Vincke (26) und Henn (25). In ihrer Forschungsarbeit zur Massenkommunikation beschäftigen sie sich mit dem sogenannten „Hostile-Media-Effekt“. Dieser Effekt beschreibt das Phänomen, dass Leser/Hörer/Zuschauer die Medien-Berichterstattung über strittige Themen wie z.B. Windkraftanlagen - unabhängig von der tatsächlichen Ausgewogenheit - als einseitig und verzerrt wahrnehmen, und zwar immer zugunsten der jeweils konträren Meinung.
Rebekka Merholz (25) wurde für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Wachhund oder neutraler Vermittler. In welcher Berufsrolle sehen sich Nachwuchsjournalisten?“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte die methodisch saubere und beeindruckend umfangreiche Befragung von mehr als 300 jungen Leuten an den deutschen Journalistenschulen. Aus den profunden empirischen Befunden lassen sich Konsequenzen für Ausbildung, Motivation und Organisation von Nachwuchsjournalisten ableiten.
Berufsziele
Shoshana Schnippenkoetter und Friederike von Vincke wollen nach ihrem Masterabschluss auf die andere Seite des Journalistenschreibtischs wechseln, nämlich in die PR auf Unternehmensseite. Rebekka Merholz, die neben ihrem Studium ein Volontariat bei Radio Wuppertal absolviert, hat erkannt, dass die elektronischen Medien ihre Berufung sind. Sie will beruflich dem Radio oder Fernsehen treu bleiben. Der einzige Mann im Bunde, Philipp Henn, bleibt an der Uni, um dort eine akademische Laufbahn einzuschlagen.
