Info-Abend des VDJ zu Vergütungsregeln
Was tun, wenn der Verlag Freie nicht nach den Regeln zahlt? Über Rechte, Ansprüche und Wege zum Einfordern berechtigter Honorarforderungen nach den „Gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberuflich tätige Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen“ informierten Mitte Januar der DJV-NRW und der Verein Düsseldorfer Journalisten freie Kolleginnen und Kollegen bei einem Info-Abend in der Landesgeschäftsstelle.
Landesgeschäftsführerin Dr. Anja Zimmer erläuterte dabei ausführlich die seit 1. Februar 2010 geltenden „Regeln“. 6 Jahre lang hatten zuvor DJV und dju in ver.di in zähen Verhandlungen mit den Zeitungsverlegern um dieses Werk gerungen. Trotzdem zahlen viele Verlage nicht die ausgehandelten Tarife. Andere halten sich an die Regeln, haben aber ihre Honoraretats „gedeckelt“. Folge: Freie bekommen weniger Aufträge.
Dennoch sollten Freie sich nicht abschrecken lassen. Die derzeit gezahlten Honorare für Freie an Tageszeitungen sind häufig so niedrig, dass sie auf Dauer keine akzeptable Existenzgrundlage sein können. Dagegen können Freie gemeinsam etwas tun.
Angemessene Honorare fallen– so ein Fazit des Abends – nicht vom Himmel. Manchmal hilft ein klares Wort beim Chef. Häufig ist es besser, wenn Freie sich zusammenschließen und vielleicht sogar gemeinsam mit den Festen, gegenüber den Verlagen ein „Team Tageszeitung“ bilden. So kann ein Druck erzeugt werden, den die Verlagsgeschäftsführer nicht ignorieren können. Manchmal lassen sich angemessene Honorare aber auch nur durch den Gang zum Anwalt durchsetzen. In jedem Fall kann der DJV helfen – gerne auch für mehrere Kollegen gleichzeitig. Der DJV bietet Informationen, unterstützt bei der Bildung von Netzwerken, hilft bei Verhandlungen und führt gerne auch einmal ein Musterverfahren.
Wer regelmäßige Informationen bekommen will, wende sich einfach an die Geschäftsstelle in Düsseldorf (susanne.prinz@djv-nrw.de).
