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Von: Andreas Vollmert

VDJ-Mitglieder verärgert über geplanten Landesgewerkschaftstag

Mitgliederversammlung tagte am 7. März 2012 "Im Goldenen Ring"

Mitgliederversammlung des VDJ im "Goldenen Ring" - Fotos: Roland Scheidemann

Lebhafte Diskussionen über den WDR und den Landesgewerkschaftstag 2013 bestimmten die Versammlung

Siegfried Teuber, langjähriger Kassenprüfer (und frührerer Vorsitzender des VDJ), trat als Kassenprüfer nicht mehr an, um sich auf seine Mitarbeit im Vorstand des U-Verein konzentrieren zu können. Christof Rose dankte im Namen des Vorstands und der Mitglieder für das Engagement.

Rund 20 der etwa 870 Mitglieder hatten trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst den Weg in den Goldenen Ring in der Altstadt gefunden. Die Tagesordnung bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Düsseldorfer Journalisten (VDJ) versprach nichts Spektakuläres.

In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte der Vorsitzende Christof Rose die harten Tarifauseinandersetzungen mit den Zeitungsverlegern im abgelaufenen Jahr. Der Abschluss sei mit 1,5 Prozent mehr Gehalt mäßig ausgefallen. Dafür jedoch habe man den geltenden Manteltarifvertrag retten können. Die Fotojournalisten beklagen weiterhin Verträge, die nicht akzeptabel seien und gegen die der DJV notfalls juristisch vorgehen werde, so Rose. Für die Beschäftigten im WDR wurde ebenfalls ein Abschluss erzielt. Der allerdings werde vielfach unterlaufen durch haus- und redaktionsinterne Vereinbarungen, die gerade für freie KollegInnen von Nachteil seien, berichtete Vorstandsmitglied Detlef Schlockermann.

In den weiteren Ausführungen verwies der VDJ-Vorsitzende Christof Rose auf die zurückliegende Jubiläumsfeier und die erstmalige Verleihung des Journalismuspreises in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität. Als echte Publikumsmagneten hätten sich zudem die Jour Fixe heraus gestellt: Besuche im neuen Hyatt-Hotel Medienhafen, auf der Kö-Bogenbaustelle, im Heinrich-Heine-Institut und in der Universitäts-/Landesbibliothek.

Schatzmeisterin Ursula Posny legte einen lückenlosen und positiven Kassenbericht vor. Die Portokosten des Vereins konnten erheblich gesenkt werden, weil inzwischen nur noch 50 Mitglieder per Briefpost informiert würden. Der Rest erhalte alle Informationen über die elektronischen Wege.
Die beiden Kassenprüfer Petra Grünendahl und Siegfrid Teuber hatten an dem Zahlenwerk nichts zu beanstanden, so dass die Versammlung die Schatzmeisterin und den Vorstand einstimmig entlastete.


Mit Jürgen Pitzer wurde ein neuer Kassenprüfer gewählt, weil Teuber künftig für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Der VDJ-Vorstand dankte dem engagierten Kollegen Teuber für seine langjährige und zuverlässige Mitarbeit als Kassenprüfer. 

Für hitzige Diskussionen sorgte in der Versammlung eine Information der Landesgeschäftsstelle. Danach soll der DJV-Landesgewerkschaftstag im kommenden Jahr zwar offiziell in Düsseldorf stattfinden, die eigentliche Tagung allerdings findet im Zeughaus Neuss statt. Das wiederum wurde von zahlreichen Anwesenden scharf kritisiert. Die Veranstaltung aus Kostengründen auf die linke Rheinseite zu legen, zeuge von mangelnder Sensibilität. Der Imageschaden für den VDJ gegenüber der Stadt Düsseldorf sei riesig, wenn man als Gastgeber der Tagung lediglich am Vorabend einen offiziellen Empfang in der Landeshauptstadt organisiere.


Christof Rose verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der VDJ gegenüber der Entscheidung des Landesverbandes kein Vetorecht habe. Der Vereinsvorstand wurde von den Mitgliedern aber aufgefordert, möglicherweise den gesamten Gewerkschaftstag nach Neuss zu verlagern und dort mit der Stadtspitze eine Vorabendveranstaltung zu organisieren.

Für den bevorstehenden Gewerkschaftstag wird der VDJ einen Antrag einreichen, der die Vorgänge um Kündigungen mehrerer freier WDR-Fernseh-Moderatorinnen aufgreift. Der DJV müsse den Druck auf den Sender verstärken und sich dieser Thematik auch in Bezug auf die demografische Entwicklung annehmen, zumal die Vorbildfunktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dadurch beschädigt werde, meinte Christof Rose.

Friedhelm Holleczek berichtete schließlich als Vorsitzender des Unterstützungsvereins, dass die Zahl der Mitglieder auf 44 gestiegen sei. Kollegen in finanzieller Not konnte im vergangenen Jahr mit 20.000 Euro geholfen werden.