Verein Düsseldorfer
Journalisten

c/o Julie Edelmann-Veith
Brahmsstraße 2
50935 Köln
vorstand(at)duesseldorfer
journalisten.de
Von: Andreas Vollmert

Alte und neue Gesichter im VDJ-Vorstand

Mitgliederversammlung des Vereins Düsseldorfer Journalisten tagte am 22.02.11 im "Goldenen Ring"

Mitgliederversammlung 2011: Der VDJ traf sich in diesem Jahr in der Altstadt-Gaststätte "Zum Goldenen Ring" - Foto: Roland Scheidemann

Mitgliederversammlung 2011: Der VDJ traf sich in diesem Jahr in der Altstadt-Gaststätte "Zum Goldenen Ring" - Foto: Roland Scheidemann

Abschied: Nach zehn Jahren Vorstandsarbeit trat Frank Grünberg (r.) nicht mehr zur Wiederwahl an. VDJ-Vorsitzender Christof Rose dankte für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit über viele Jahre. - Foto: Roland Scheidemann

Abschied: Nach zehn Jahren Vorstandsarbeit trat Frank Grünberg (r.) nicht mehr zur Wiederwahl an. VDJ-Vorsitzender Christof Rose dankte für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit über viele Jahre. - Foto: Roland Scheidemann

Frank Grünberg begründete sein Ausscheiden aus dem Vorstand, das u.a. durch seinen nunmehr langjährigen Wohnort Wuppertal motiviert ist. - Foto: Roland Scheidemann

Frank Grünberg begründete sein Ausscheiden aus dem Vorstand, das u.a. durch seinen nunmehr langjährigen Wohnort Wuppertal motiviert ist. - Foto: Roland Scheidemann

Der neue Vorstand des VDJ (v. l.): Roland Scheidemann (Schriftführer), Ursula Posny (Schatzmeisterin), Christof Rose (Vorsitzender), Detlef Schlockermann (Beisitzer), Julie Edelmann-Veith (Beisitzerin), Andreas Vollmert (Beisitzer) und Jürgen Reker (stellv. Vorsitzender) - Foto: Friedhelm Holleczek

Der neue Vorstand des VDJ (v. l.): Roland Scheidemann (Schriftführer), Ursula Posny (Schatzmeisterin), Christof Rose (Vorsitzender), Detlef Schlockermann (Beisitzer), Julie Edelmann-Veith (Beisitzerin), Andreas Vollmert (Beisitzer) und Jürgen Reker (stellv. Vorsitzender) - Foto: Friedhelm Holleczek


Im Juni feiert der Verein Düsseldorfer Journalisten sein 60-jähriges Jubiläum, mit 870 Mitgliedern immer noch zweitgrößte Ortsgruppe in NRW. Eine Zahl von 20 engagierten Mitgliedern bestritt am 22. Februar die Jahreshauptversammlung 2011 des VDJ in der Düsseldorfer Altstadt.

In der Gaststätte „Zum Goldenen Ring“ eröffnete VDJ-Vorsitzender Christof Rose mit einer aktuellen Einschätzung der Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Zeitungsverlegern. Sinkende Sonderzahlungen, über Jahre eingefrorene Gehälter und rund 30 Prozent weniger Geld für Berufsanfänger sind für den DJV Grund genug zu protestieren. Auch Mitglieder des VDJ-Vorstands sind an den Aktionen beteiligt. Gleichzeitig wird auch im Ortsverein gefordert, dass der DJV die Gewinne der Verlage publizieren solle, um den Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen und verstärkt Zeitungskollegen für den Berufsverband zu gewinnen.

Im Rechenschaftsbericht 2010 führte Rose die erfolgreichen Fortbildungen für Nachwuchsjournalisten und freie Kollegen an, wie zum Beispiel das Seminar „Geld und Arbeit richtig aushandeln“, das in diesem Jahr aufgrund der großen Nachfrage ein zweites Mal innerhalb weniger Monate angeboten wird. Des Weiteren ist ein Workshop zu Social Media (Facebook, Xing, Twitter) geplant.

Mehrere Jour Fixe-Tage wie ein Gespräch mit der LPK im Landtag, ein Austausch im neuen Justizzentrum Düsseldorf, beim Multitech-Unternehmen 3M in Neuss, bei einer Eventagentur sowie die Sommertour in den Duisburger Innenhafen, die traditionelle Jubilarehrung und das Weihnachtsbaumschlagen waren bei den VDJ-Mitgliedern im zurückliegenden Jahr wieder stark gefragt.

Im Übrigen hat sich der Vorstand um einen neuen Internetauftritt und regelmäßige Newsletter gekümmert; beides funktioniert mittlerweile gut und soll langfristig den Postversand ablösen – um aktuell reagieren zu können, aber auch, um die erheblichen Druck- und Portokosten mittelfristig zu reduzieren. Außerdem informierte Christof Rose die Mitglieder über eine Idee des DJV-Landesverbandes, einen Fonds einzurichten, aus dem vor allem die finanzschwächeren Ortsvereine für Aktivitäten Geld bekommen können. Die VDJ-Mitgliederversammlung stimmte diesem Vorschlag zu, als Zeichen der Solidarität mit den kleineren Ortsvereinen und um ein lebendiges DJV-Vereinsleben auch in mitgliederschwachen Regionen zu ermöglichen.

Ferner kündigte der VDJ-Vorstand an, im Jubiläumsjahr erstmals einen VDJ-Journalistenpreis wechselweise für den Nachwuchs und die Medienkollegen in der Stadt auszuloben. Dieser Geldpreis wird in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität ausgeschrieben und verliehen.

Der monatliche Stammtisch ist ein Sorgenkind des Ortsvereins. In der Regel kommt eine Handvoll Gäste in die „Destille“. Ob das Publikum ggfs. etwas anderes oder besondere Inhalte wie Medienfachleuten sucht, ist nicht klar. Ein regelmäßiger Treffpunkt ist jedoch zwingend notwendig, so die überwiegende Einschätzung der VDJ-Mitglieder.

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Ulla Posny fiel durchweg positiv aus. Der VDJ kann auf ein gesundes Finanzpolster blicken, wenngleich durch Mitgliederrückgänge künftig weniger Einnahmen an den Ortsverein fließen.

Vor der Neuwahl des gesamten Gremiums verabschiedete sich Frank Grünberg aus dem Vorstand. Zehn Jahre lang war Grünberg für den VDJ tätig, darunter sieben Jahre als stellvertretender Vorsitzender. In einer kurzen Abschiedsrede zeigte sich der Wirtschaftsjournalist gerührt und erklärte, dass er aus privaten und beruflichen Gründen nicht wieder kandidieren könne. Er bleibe jedoch weiterhin im DJV.

Der geschäftsführende Vorstand mit Vorsitzendem Christof Rose, Stellvertreter Jürgen Reker, Schatzmeisterin Ursula Posny und Schriftführer Roland Scheidemann trat erneut an und wurde einstimmig wiedergewählt. Unter den drei Beisitzern wurde Andreas Vollmert ein zweites Mal im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand rücken die PR-Beraterin Julie Edelmann-Veith sowie WDR-Redakteur Detlef Schlockermann auf. Kassenprüfer bleiben Siegfried Teubner und Petra Grünendahl.

Für den Landesgewerkschaftstag wird der VDJ einen Antrag zum geplanten Sparkonzept des WDR in Bezug auf die regionale Hörfunkberichterstattung stellen. Die soll nach Einschätzung der Gewerkschaften von Herbst 2011 an stark eingeschränkt werden und sorgt in allen acht WDR-Studios für großen Unmut bei den festen und freien Kollegen.

Zum Ende der Mitgliederversammlung warb der Unterstützungsverein um seine Arbeit, Im vergangenen Jahr wurden aus dem Vermögen rund 23.000 Euro an Hinterbliebene und ältere Kollegen ausgeschüttet. Auch dies ein deutliches Zeichen der Solidarität der VDJ-Mitglieder.