Verein Düsseldorfer
Journalisten

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Von: Julie Edelmann-Veith

VDJ vergibt Heinrich-Heine-Journalismuspreis 2017

Rechte: DJV/Stanley Vitte

v.l.n.r.: Julie Eedelmann-Veith, Laura Leißner, Lena Katharina Wilms, Detlef Schlockermann

Der Heinrich-Heine-Journalismuspreis 2017 ging in diesem Jahr turnusgemäß an Studierende der Uni Düsseldorf. Der Preis wird seit 2012 vom Verein Düsseldorfer Journalisten in Zusammenarbeit mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Uni Düsseldorf verliehen, und zwar in jährlichem Wechsel an Einreichungen von Journalisten bis 35 Jahre und an Master- und Bachelorarbeiten, die mit der Note 1,5 oder besser bewertet wurden.

Einstimmiges Votum der Jury

Aktuell waren Arbeiten aus dem Zeitraum 2016/17 eingereicht worden. Die Jury, bestehend aus Journalisten und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, kam unter dem Vorsitz von Dr. Willi Keinhorst, Redaktionsleiter der WELT am Sonntag NRW, zu einem einstimmigen Urteil und vergab zwei erste Plätze.

Der Streit über das Freihandelsabkommen TTIP

Die Masterarbeit von Laura Leißner „Deliberative Qualität im medialen Diskurs? Eine Analyse am Beispiel der TTIP-Berichterstattung in den deutschen Printmedien“ überzeugte die Jury mit rhetorischer Brillanz und hohem inhaltlichen Anspruch.
Leißner hatte den medialen Diskurs zum Thema TTIP untersucht, der beherrscht und überlagert war von einer starken Vermischung von Meinungen und Fakten, überwiegend von TTIP-Gegnern.

Menschen fühlen sich von Medien abgehängt

Die Bachelorarbeit von Lena Katharina Wilms „Mediales Repräsentationsgefühl in Deutschland. Eine quantitative Bestandsaufnahme in Abhängigkeit zur politischen Milieuzugehörigkeit“ besticht laut Jury als Teil eines Forschungsprojekts über politisch-kommunikative Milieus in Deutschland durch ihr hohes Reflektionsniveau und ihre anspruchsvolle Methodik. Die Ergebnisse, nämlich die zunehmende Heterogenisierung des Publikums hinsichtlich der politischen Werte und die damit einhergehende Abkopplung von Massenmedien, besitzen eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

Beide Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur Journalismusforschung und wurden mit je 1.000 Euro ausgezeichnet.

Der Heinrich-Heine-Journalismuspreis 2018 wird im nächsten Jahr an journalistische Beiträge gehen, die zwischen dem 1.1. und dem 30.09.2018 erschienen sind.