Verein Düsseldorfer
Journalisten

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40479 Düsseldorf
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Von: Julie Edelmann-Veith (DS)

Heinrich-Heine-Journalismuspreis 2016

Der Verein Düsseldorfer Journalisten (VDJ) zeichnete in Kooperation mit der Universität Düsseldorf jetzt drei Journalistinnen mit dem Heinrich–Heine–Journalismuspreis 2016 aus. Zur Verleihung des mit 2.000 Euro dotierten Preises, der zum dritten Mal an junge Journalisten bis 35 Jahre vergeben wurde, waren zahlreiche Gäste ins Heinrich-Heine-Institut gekommen.

Die Sieger des Heinrich-Heine-Journalismuspreises 2016: Anna Gauto, Anna-Maria Schuck und Jennifer Töpperwein

v..l.n.r.: Anna Gauto, Anna-Maria Schuck und Jennifer Töpperwein;

Die Sieger 2016, Laudatoren und die Mitglieder Jury

Die Sieger 2016, Laudatoren und die Mitglieder Jury

Der 1. Preis ging an Anna Gauto, 36, Redakteurin Handelsblatt, für eine Veröffentlichung in der „Wirtschaftswoche“. Sie erhielt 1.000 Euro.

Platz 2 (600 Euro) belegt Anna-Maria Schuck, 27, Reporterin und Redakteurin bei ZDF „heute“ und „heute+“.

Der 3. Platz (400 Euro) wurde Jennifer Töpperwein, 32, Chefredakteurin Jugendinternetportal Düsseldorf, zuerkannt.

Der Vorsitzende der Jury, Dr. Willi Keinhorst, NRW-Redaktionschef WELT am Sonntag, zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die eingereichten 36 Arbeiten von 25 Journalisten aller Mediengattungen von hohem handwerklichen Niveau seien. „TV und Multimedia waren gut vertreten, aber auch Print ist nach wie vor höchst lebendig“, stellte er zufrieden fest. „Es zeigt sich eindrucksvoll, dass für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, Journalismus offensichtlich immer noch ein Traumberuf ist“.

Der Heinrich-Heine-Journalismuspreis wird vom Verein Düsseldorfer Journalisten (Ortsgruppe des DJV-Deutscher Journalisten Verband), in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vergeben.
In jährlichem Wechsel werden Journalisten bis 35 Jahre, deren Arbeiten sich durch „Brillanz in Sprache, Stil und Form“ auszeichnen, bzw. die besten Abschlussarbeiten der Absolventen der Fachrichtung Medienwissenschaften geehrt.

Der Jury gehörten neben Dr. Willi Keinhorst noch Prof. Dr. Olaf Jandura und Dr. Pablo Porten-Cheé vom Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an sowie Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf, Autorin Pamela Granderath und Detlef Schlockermann, Julie Edelmann-Veith und Christof Rose vom Vorstand des Vereins Düsseldorfer Journalisten.


Die Preisträger 2016


1. Preis: In Ihrem Beitrag „Die eingebildeten Kranken“ für Wirtschaftswoche online vom 29.2.2016 greift Anna Gauto, Handelsblatt-Redakteurin, ein aktuelles, gleichwohl weitgehend unbekanntes Thema auf. Ihre Reportage aus der Notfallambulanz eines Düsseldorfer Krankenhauses ist überaus lebendig geschrieben und vermittelt dem Leser ein anschauliches Bild von der hektischen Situation, geschildert aus der Sicht einiger diensthabender Ärzte. Der Text verbindet ihr subjektives Erleben mit objektiven Fakten, welche die Dimension der Thematik deutlich machen. Denn Patienten, die mit Husten oder Schnupfen die Notaufnahmen verstopfen, kosten jährlich Milliarden Euro und haben sich zueinem ernsten wirtschaftlichen Problem für Kliniken entwickelt. Damit liefert Gauto ein Feature, das nicht nur den Zustand in deutschen Notfallambulanzen schildert, sondern auch ein Schlaglicht auf die psychosoziale Verfassung in Teilen der Bevölkerung wirft.

2. Preis: In ihrem Beitrag „Union-Busting in Deutschland: Betriebsräte unter Druck“ schildert Anna-Maria Schuck in der ZDF-Sendung „WISO“ am 11.4.2016 am Beispiel eines Mitarbeiters der Firma KIK, wie Unternehmen und darauf spezialisierte Anwaltskanzleien Betriebsräte systematisch unter Druck setzen. Sie recherchiert teilweise verdeckt, gibt aber allen Beteiligten die Gelegenheit zu Stellungnahmen und kommuniziert die Ergebnisse, soweit rechtlich möglich und von den Beteiligten gewünscht, vor der Kamera. Ihre Sprache ist klar und direkt, ihr Beitrag dramaturgisch gut aufgebaut, methodisch sauber recherchiert und spannend aufgearbeitet. Für die Jury ein überzeugendes Beispiel für investigativen Journalismus.

3. Preis: Jennifer Töpperwein ist verantwortlich für das Düsseldorfer Jugendportal youpod.de, ein multimediales Informations- und Mitmach-Portal für Düsseldorfer Jugendliche. Anlässlich des NRW-Festes zum 70. Geburtstag des Landes hat sie in ihrem Beitrag „70 Jahre Jugend in Düsseldorf“ das Lebensgefühl Düsseldorfer Jugendlicher in den letzten sieben Jahrzehnten durch Fotostrecken, Informationen und Videointerviews anschaulich vermittelt. Das überaus rechercheintensive Projekt, veröffentlicht am 25.8.2016, hat hohen dokumentarischen Charakter und ist medial und technisch einwandfrei aufgebaut. Die Jury würdigt den crossmedialen Ansatz dieser Arbeit und die thematische Stringenz. Besondershervorheben will sie auch das Engagement von Jugendlichen, sich im Journalismus zu engagieren und zu erproben.